Der Kurt Sieder-Preis

Der Kurt Sieder-Preis zeichnet Schauspielerinnen und Schauspieler aus, die sich in der vergangenen Spielzeit durch ihre herausragende Leistung am Theater Aachen und am Grenzlandtheater Aachen hervorgehoben haben.

Kurt Sieder (1899-1964)

Der aus Mannheim gebürtige Schauspieler Kurt Sieder hat als erster Nachkriegs-Intendant das in Schutt und Asche liegende Stadttheater Aachen 1945 wieder flott gemacht. Er ließ - zunächst an anderem Ort - in einer Zeit spielen, in der die vom Krieg frustrierten Deutschen nach Kultur lechzten. Sieder blieb nicht lange am Stadttheater, nur bis Ende 1946, kehrte aber 1950 zurück in die Kaiserstadt, wo er ein „Theater im Zimmer“ gründete, aus dem das heutige Grenzlandtheater erwuchs.

Die Stiftung

Nach dem frühen Tod Kurt Sieders blieb seine Gattin, die Aachener Sängerin Gerda Sieder (1916-2002), den beiden Theatern persönlich verbunden und regte zu Lebzeiten bereits eine Stiftung aus den Mitteln ihres privaten Vermögens an. Nach dem Tod Gerda Sieders formierten sich Vorstand und Kuratorium, die jedes Jahr den „Kurt Sieder-Preis“ für herausragende schauspielerische Leistungen an den Bühnen beider Häuser verleihen - der erste Preis dieser Art in Aachen. (Am Grenzlandtheater gibt es in Erinnerung an den langjährigen Intendanten Karl-Heinz Walther bereits den nach ihm benannten Förderpreis für junge Mimen).

Die Preishöhe beträgt 2000,- Euro pro Schauspieler/in; die Preisverleihung ist gleichzeitig Gelegenheit für ein kleines Soloprogramm der geehrten Preisträger vor Publikum.

Vorstand und Kuratorium

Dem Vorstand der 2003 gegründeten Kurt-Sieder-Stiftung gehören an:

  • Ralf Wagemann, erster Vorsitzender der Stiftung
  • der Aachener Rechtsanwalt Dieter Bischoff, 2. Vorsitzender
  • und die beiden amtierenden Intendanten von Grenzlandtheater und Theater Aachen, Uwe Brandt (GTA) und Michael Schmitz-Aufterbeck (TA).

Dem den Preisträger auswählenden Kuratorium gehören an:

  • Annette Bosetti, Redakteurin aus Aachen (Vorsitzende)
  • Dieter H. H. Stolte, stellvertretender Vorsitzender  
  • Grit Schorn, Journalistin in Aachen
  • Eva Rother
  • Guido Rademachers

Die bisherigen Preisträger

2003

  • Heino Cohrs (Theater Aachen / für seine Gesamtleistung) 
  • Ingeborg Krabbe (Grenzlandtheater Aachen / für „Oskar und die Dame in Rosa“)

2004

  • Petra Welteroth (Theater Aachen / für ihre Gesamtleistung) 
  • Volker Risch (Grenzlandtheater Aachen / für „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran)

2005

  • Cornelia Dörr (Theater Aachen / für „Die Jungfrau von Orleans“) 
  • Guido Hammesfahr (Grenzlandtheater Aachen / für „Steine in den Taschen“)

2006

  • Rainer Krause (Theater Aachen / für Gesamtleistung) 
  • Regina Gisbertz (Grenzlandtheater Aachen / für „Diamonds“)

2007

  • Silvester von Hösslin (Theater Aachen / für „Leonce und Lena“)
  • Axel Herrig (Grenzlandtheater Aachen / für „Im Weißen Rössl“)

2008

  • Julia Brettschneider (Theater Aachen / für Puppenspiel und Darstellung)
  • Michael Hiller (Grenzlandtheater Aachen / für „BuntesRepublik“)

2009

  • Elke Borkenstein (Theater Aachen / für Gesamtleistung)
  • Karl Walter Sprungala (Grenzlandtheater Aachen / für „Völlig ausgebucht“ und „Der Diener zweier Herren“)

2010

  • Karsten Meyer (Theater Aachen / für Gesamtleistung)
  • Ingeborg Meyer (Grenzlandtheater Aachen / für Gesamtleistung)

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Konzeption und Gestaltung