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Voraussichtlich:
Ende Januar bis
Ende März 2011




Spielzeit 2010/2011

Ein ganz gewöhnlicher Jude


Monolog von Charles Lewinsky

„’Jude’ heißt das. Ganz einfach. Jude. Jude ist kein Schimpfwort. Ihre political correctness hat da keinen Platz. Jude zu sein ist keine Behinderung, an die man nicht gerne erinnert wird. (…)
Ich will das nicht machen. Ich habe kein Talent, öffentlich ich zu sein.”


Großes schauspielerisches Solo in einem virtuosen Monolog über das deutsch-jüdische Verhältnis: Über die jüdische Gemeinde Hamburgs erreicht den Journalisten Emanuel Goldfarb der Brief eines ihm unbekannten Lehrers, der höflichst einen Juden einlädt, seinen Sozialkundeunterricht zu besuchen, um sich den Fragen der Klasse zu stellen. Doch der 1959 in Deutschland geborene Jude will nicht vor Schülern stehen und seine Geschichte erzählen. Der Journalist beginnt, dem Lehrer seine Absage zu formulieren. Was als knappe Erklärung gedacht war, entwickelt sich zu einem überraschenden Dialog zwischen Goldfarb und seinem imaginären Gegenüber und wird zur Bilanz seines Lebens – Biografie und Innenansicht eines nach 1945 in Deutschland geborenen Juden.

Wortreich, pointiert und manchmal zynisch beschreibt Lewinsky das Spannungsfeld zwischen altem Antisemitismus und neuer politischer Korrektheit und lässt Goldfarb das Wiedergutmachungsritual der permanenten öffentlichen Vergangenheitsbewältigung kritisieren.


Foto:complize;www.photocase.de